Dienstag, 2. Juli 2013

Märchen vom Holunder

.... ich bin heute über ein Märchen gestolpert und weil ich es so schön fand, wollte ich es Euch icht vorenthalten:

Märchen vom Holunder


Der Wolf hatte ihm all seine Schafe gefressen. Da ging der Schäfer auf Wanderschaft. Den Bach entlang, der Nase nach, manchmal mit dem Lauf der Sonne.

Doch es kam alles ganz anders.

Auf seinem Weg kommt er an einem Haus vorbei. Ein Mann steht vor einem kleinen Baum, eine Axt in der Hand.

„Du kommst mir nicht mehr wieder!“ brüllt er und holt aus. Nur eine Sekunde lang bleibt der Arm oben, und in dieser Sekunde geschieht es. Der Schäfer ohne Schafe hört ein Rufen – hoch und fein, keine Stimme, wie ein Schwingen in der Luft: „ Hilf mir, du sollst es nicht bereuen!“

Er sieht, wie der Arm mit der Axt nach unten saust, und schreit: „Halt!“

Die Axt fährt in die Erde.

Der Mann sieht böse auf – Wer hat bei der Arbeit gestört? – und ruft: „Was soll denn das?“ – „Ich nehme den Baum“, sagt der Schäfer ohne Schafe.

Was willst du damit, du Tölpel?“ lacht der Mann. „Der wächst dir über die Ohren.“ – „Ich nehme ihn, leih mir eine Schaufel.“ Und er gräbt den Baum sorgsam mit allen Wurzeln aus und macht sich wieder auf den Weg. Lange noch hört er das Lachen des Mannes hinter sich.

Den Bach entlang, der Nase nach, manchmal mit dem Lauf der Sonne. Vorbei an Häusern, Kirchen, Menschen hütet er den Baum, gibt ihm alle Stunden zu trinken. In einem Dorf begegnet er dem Trommelmann: „Hört ihr Leute! Holt das Schwarz aus euren Truhen. Der König liegt im Sterben.“ – „Was hat er denn?“ fragt der Schäfer mit dem Baum.

„Sein Wasserfall steht still – sein Fluss staut sich und droht das Land zu überschwemmen.“

„Wie? Welcher Wasserfall?“ Und der Schäfer sucht mit den Augen das Land nach einem ab.

„Aber nein“, flüstert das Volk, „du Dummer, verstehst du nicht? Der König kann nicht aufs Klo – zu verstopft!“ – „Beileid“, wünscht der Schäfer und will weiterziehen, bevor ihn Trauerzüge stören. Da hört er ein Rufen – hoch und fein, „Schneide die Wurzel, und gib ihm davon zu trinken.“ – „Halt!“ ruft der Schäfer mit dem Baum. „Sag dem König, ich werde ihm helfen!“

Die Leute lachen, doch er schneidet die Wurzel, gibt sie ins Wasser, bis es sich braun färbt.

Der Zustand des Königs ist hoffnungslos, und so trinkt er den Saft des Schäfers ohne Schafe mit dem Baum. „Wenn er stirbt, verlierst du den Kopf!“ rufen die Leute. Doch nach zwei Tagen rufen sie: „Hoch der Schäfer!“ Denn das Brünnlein des Königs fließt wieder.

„Sag, was du dir wünschst“, befiehlt der König, „Juwelen, Gold, Pferd oder Schiff.“ – „Nein“ sagt der Schäfer, „Erde für meinen Baum.“ Alle lachen über den dummen Kerl. „Gebt ihm ein Stück Land für seinen Baum.“

Es ist ein schönes Stück Land, auf das er seinen Baum pflanzt. An dem Tag, an dem die Sonne am höchsten steht, schläft der Schäfer unter einem Dach aus feinen, weißen Blüten. Da hört er wieder den Trommelmann aus weiter Ferne rufen: „Hört ihr Leute! Heute bekamen die Hauslöwen des Königs etwas Besonderes gekocht: den Koch den Königs! Der König ist außer sich! Keine Speise will ihm schmecken, keine Speise ist ihm recht. Köche, kommt aus euren Häusern!“

Alter Fettsack, denkt sich der Schäfer unterm Baum. Da hört er ein Rufen – hoch und fein, keine Stimme, wie ein Schwingen in der Luft: „Pflücke die Blüten, und backe sie in Mehl.“ –„He, ho“, ruft der Schäfer, ich möchte dem König etwas kochen!“ – „Wohl eine Erdsuppe mit Grasnudeln ohne Schafe“, spotten die Leute. „Hier mein König“, sagte der Schäfer, „wohl bekomm`s“. Der König beißt vorsichtig in das braune Fremde, schluckt, schmatzt, schmatzt immer lauter, brüllt „mehr, mehr“, der Schäfer rennt, pflückt und bäckt. Der König blüht, er strahlt, er küsst den Schäfer. „Sag was du willst: Juwelen, das halbe Reich, den Hofstaat!“ – „Nein“, sagt der Schäfer „ein kleines Häuschen neben meinem Baum.“ „Hihi, hoho“, lacht das Volk, „so ein dummer Kerl! Ein kleines Häuschen gegen das halbe Reich!“

Es ist ein hübsches, kleines Haus auf dem Land neben dem Baum. Dort lebt der Schäfer ohne Schafe glücklich und zufrieden. Als die Sonne den Zug Richtung Winter nimmt, hängt sein Baum voll mit schwarzen Beeren. Da hört er abermals den Trommelmann: „Hört ihr Leute! Die Prinzessin wohnt seit dreizehn Tagen schon an einem stillen Ort. Sogar die Speisen reicht man dort, und Bad und Bücher wurden dorthin geschafft. Ihr Bräutigam, der Prinz von Soundso, ist abgereist, und der König verspricht dem die Schatzkammer, der ihr helfen könne“. – „Was für ein stiller Ort?“ fragt der Schäfer. „Ach, bist du dumm“, sagen die Leute, „den Durchmarsch hat sie. Kommt vom vielen Fressen!“

Da hört der Schäfer ein Rufen – hoch und fein, keine Stimme, wie ein Schwingen in der Luft: „Pflücke die Beeren und trockne sie für die Prinzessin.“ Bald darauf steht der Schäfer mit dem Baum, dem Land und dem Haus vor dem Palast. „Ich will zur Prinzessin“ – „Du schon wieder“, ruft der König, „gut lasst ihn zu ihr.“ Die Quacksalber, Doktoren und Sterndeuter werden mit all ihren Säften und Tinkturen fortgeschickt. Dann tritt der Jüngling ein.
„Wie schön sie ist“, denkt er sich, „wenn auch ein bisschen blass.“ Er gibt ihr die Beeren, und noch bevor der Mond die Bäume und das Land und die Häuser silbrig färbt, fällt die Prinzessin dem Schäfer ohne Schafe um den Hals.
„Du bist ein Zauberkünstler“, jubelt der König. „Was wünscht du dir diesmal? Ich gebe dir alles, was du verlangst!“
„Alles?“ fragt der Schäfer.
„Alles.“ Sagt der König.
„Ich habe einen Baum. Und Land mit einem Haus drauf. Was fehlt, ist eine Frau. Die Prinzessin würde mir schon gefallen!“
Dem König bleibt die Freude im Hals stecken. „Niemals“, röchelt er, „Schurke!“ Dann sinkt er, blaugefärbt, zu Boden. Die Ärzte kämpfen, die Zauberer hexen, und die Sterngucker rechnen. Da hört der Schäfer ein Rufen – hoch und fein, keine Stimme, wie ein Schwingen in der Luft: „Schabe die Rinde – von unten nach oben – schnell!“
Der Schäfer tut es und presst dem König, der schon mehr tot als lebendig ist, das Stückchen Rinde in den Mund.
Der König würgt, hustet, spuckt und speit die Freude vor die Füße des jubelnden Volkes. Als die rosa Farbe wieder in sein Gesicht zurückkehrt, fragt er: „wer hat mich gerettet?“
„Ich“, sagte der Schäfer bescheiden.
„Gut, du sollst meine Tochter haben – wenn sie dich will!“
Natürlich will sie, und die beiden liegen sich in den Armen. „Was kannst du meiner Tochter bieten?“ will der König wissen.
„Einen Wunderbaum, mein König – ich kann ihr einen Wunderbaum bieten!“ – „Und was kannst du meinem Volk bieten, wenn es einmal deines sein wird?“ – „einen Wunderbaum, mein König, ich kann meinem Volk einen Wunderbaum bieten!“ Und so geschah es. Eder im Land bekam einen Trieb des Wunderbaumes, und nun wisst ihr, warum man bei jedem Haus, noch heute einen Holunderstrauch stehen sehen kann.

 

Montag, 1. Juli 2013

Märchenfest im Kindergarten - die Vorbereitungen

 Hallo, meine Lieben!

Samstag wird unser Kindergarten zum Märchenland und ich darf mich mit meinen Produkten dort hinstellen (so als Kräuterfee sozusagen... ;-)
Nun bin ich schon fleißig am vorbereiten und wollte Euch teilhaben lassen.
Samstag sind diese niedlichen Kräuterkissen entstanden - duftend und auch als Wärmekissen zu verwenden...







Gefüllt sind sie mit einer Grundmischung aus Roggen, Weizen und Buchweizenschalen. Dazu kommen dann verschiedene Blüten wie: Lavendel, Rose, Ringelblume, Hopfen, Pfeffeminze,...

Gestern war dann eher Beautytag - ich habe Badesalze und Lippenbalsam hergestellt - Pralinen machen sich bei warmem Sommerwetter nicht so gut...

Lippebalsam:
Grundrezept mit Kakaobutter, Bienenwachs, Sheabutter, Lanolin und Aprikosenkernöl - ausgenommen "Hänsel & Gretel", da hab ich es durch Pflaumenkernöl ersetzt, weil es so wunderbar nach Marzipan duftet...., Granatapfelkernöl und Thüringer Honig

Den Lippenbalsam habe ich schon etikettiert - hier die Fotos:


 
 
und im Detail:
 
Hänsel & Gretel
 

 
 duftet nach Tonka
* * *
Rapunzel
 

beduftet mit Mandarine rot, Bergamotte und dazu Sanddornfruchtfleischöl
* * *
Die kleine Meerjungfrau
 
 
fruchtig frisch mit Capri und Limette - dazu ein wenig Glitzerpuder...
* * *
Dornröschen
 

Luxus pur - marokk. Rose, Orange, Weihrauch arab., Sanddornfruchtfleischöl und Glitzerpuder...
* * *
Schneekönigin

 
sanft erfrischend mit Grapefruit, Spearmint und Pfefferminze 
 
 
Die Fotos von den Badesalzen kommen, sobald ich sie fertiggestellt habe...
 
 
 
 
 

Samstag, 1. Dezember 2012

es weihnachtet weiter

So - Halbzeit!

Der erste Markt ist sehr gut überstanden und ich war erfreut über das positive Feedback!




Viele Besucher konnten sich noch gut an letztes Jahr erinnern und an die Produkte, die sie gekauft hatten - nur positive Resonaz!
Sehr gut sind meine Massagebars und die Duschbutter angekommen - in den Wohnungen in der Stadt gibts ja auch nicht überall Badewannen ;-)!

Mit meinem Aromastream von Primavera und meinem Lieblings-Weihnachtsduft "Zimt und Sterne" (auch von Primavera) habe ich ein wenig Weihnachtsatmosphäre in die heiligen Hallen der Freien Schule in Magdeburg gebracht. Sehr viele Besucher standen vor meinem Stand, hoben schnuppernd die Nase bemerkten: "Hier riechts aber gut!" - Hach, das freut das Aromaherz!

So, heute gehts in die zweite Runde - Weihnachtsmarkt in Lostau! Der Stand wird ein wenig anders gestaltet, aber ihr werdet morgen schon sehen - ich freue mich!!

LG
Sandra

Freitag, 30. November 2012

Advent, Advent...









So, nach einer intensiven Vorbereitungszeit ist es wieder soweit! Die Weihnachtsmärkte öffnen nach und nach und ich darf dieses Jahr wieder dabei sein!
 
Ich freue mich! Nach meinem Debut letztes Jahr an der Freien Schule in Magdeburg darf ich dieses Jahr wieder beim Adventsmarkt einen Verkaufstisch mit meinen Produkten dekorieren.
 
Dieses Jahr habe ich mich mächtig ins Zeug gelegt und mein Sortiment erweitert. Zu den bekannten Badepralinen habe ich noch Duschbutter und Massagebars im Angebot. Um meiner zweiten Leidenschaft, dem Nähen ein bisschen Raum zu geben habe ich ausserdem noch verschiedene Wärme und Duftkissen hergestellt, die ich in den nächsten Tagen hier vorstellen werde.
 
Ich bin ja schon sehr gespannt, ob sich die Eltern der Montessori-Schüler an mich erinnern und wie die Resonanz aussehen wird.
 
Als Krönung hat mir meine liebe Freundin Steffi den Kontakt zu unserem Ortsbürgermeister Herrn Frommholz verschafft und nun darf ich morgen ab 14:00 Uhr beim Weihnachtsmarkt in Lostau auch mitmachen.
 
Die Kisten sind gepackt, die letzten Dekovorbereitungen laufen und heute Nachmittag geht es nach Magdeburg.
 
Ich werde berichten wie es war.....
 
Liebe Grüße
Sandra

Sonntag, 9. Oktober 2011

Der alljährliche Herbstbesuch ist wieder da - VIREN! :-/

Gestern vormittag war ich mit meinen Kindern bei der großen Hunderunde mit - 1,5 Stunden durch die herbstwindgebeutelte Heide - heute Nacht kam Emil schon relativ früh zu mir ins Bett und ich bemerkte gleich, dass er ziemlich warm war. Kurz danach kam dann Theo und der Unterschied war noch auffälliger. Messung im Ohr ergab: 38,8° links und 39,2° rechts - Na toll! Heute morgen das gleiche und dazu kommt, dass er ganz schwer durch die Nase atmet - Klara übrigens auch...
Nun habe ich den heutigen "Spaziergang" gestrichen und mein Streamer vertrömt nun eine Mischung aus Eukalyptus staigeriana (sehr sanfter Eukalyptus - prima für Kinder), Zitrone (antiviral in der Raumluft) und Melisse officinalis (entzündugswidrig). eventuell mach ich nachher noch einen Tropfen Eukalyptus globulus dazu, aber erst mal probiere ich es so...
Später werde ich noch eine Brustsalbe mischen aus Sheabutter, kaltgepresstem Pflanzenöl und ein paar Ölen - welche genau das sein werden, werde ich das nächste Mal posten.....

Tanz der Moleküle

So - diese Woche war es so weit - ich war wieder bei Sabrina in Schwollen. Diesmal war das Seminar ziemlich schwer verdaulich, aber für das Thema dennoch relativ verständlich. Es ging um die Biochemie ätherischer Öle! Naja, jedenfalls mal die Grundlagen davon. Ich bin so froh, dass ich dabeisein konnte, denn das Thema ist für mich nicht einfach. So aber konnte mir Eliane Zimmermann persönlich das Thema nahebringen und mit praktischen Übungen wie Styroporflockenmoleküle basteln, Monoterpene-Frühgymnastik und Kettenzeichnen das Thema doch recht praxisbezogen erklären. Nun steht mir noch das Lernen all der Bezeichnungen, Vertreter, der Eigenschaften und der betreffenden Öle bevor. Das ist noch mal ein riesengroßer Berg, den ich aber nach und nach erklimmen kann.

Montag, 22. August 2011

Rechtliches

Soooo - heute hab ich den Schritt gewagt. Ich hab beim Gewerbeamt angerufen, bei der IHK und hab recherchiert, ob meine "Marke" schon von jemand anderem benutzt wird.

Bisher sieht es sehr gut aus, und ich bin ganz euphorisch. Ich hoffe es bleibt so easy und dann kann es losgehen!
:-)